Jamaikas Scheitern – Chance für sozialökologische Bündnisse

Heiner Flassbeck, ehemaliger Staatssekretär im Bundesfinanzministerium unter Oskar Lafontaine und Chefvolkswirt der Konferenz der Vereinten Nationen für Handel und Entwicklung UNCTAD schreibt: „Das Scheitern von Jamaika ist weniger schlimm als die Tatsache, dass in Deutschland die große Mehrheit der gewählten Politiker keinerlei Konzept für das Regieren hat. Das ist die historische Chance für

COP23. Klima-Nachrichten dringen kaum durch.Warum?

Dagmar Dehmer, die Umweltredakteurin des Tagesspiegels weiß, wovon sie schreibt: Das Klima ist komplex, die Leserinnen wollen kurze, knackige Beiträge, möglichst im Twitter-Format von maximal 280 Zeichen. Seit Jahrhunderten treiben Weltuntergangspropheten ihr übles Spiel – noch nie sind ihre Prophezeiungen eingetreten. Folglich kann man es den Leserinnen nicht verdenken, wenn sie die alarmierenden Meldungen

Warum eine klimaverträgliche Weltgesellschaft nur sozial funktioniert

Angesichts der Herausforderung durch den Klimawandel sieht der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) „in der Geschichte der Menschheit nur zwei große Transformationen, Veränderungsschübe oder Phasen der Zivilisation, die vergleichbar wären mit der Großen Transformation, die nun stattfinden muss: die Neolithische Revolution, die den Übergang von der Jäger- und Sammlergesellschaft zur Agrargesellschaft

Labour versus SPD. 27.9.2017.Corbyns begeisternde Parteitagsrede

„Die Industrialisierung im 19. Jahrhundert brachte eine gesellschaftliche Doppelbewegung hervor: Einerseits Kommodifizierung („Vermarktlichung“) in einem Ausmaß, das die Gesellschaft existenziell bedroht. Andererseits eine Gegenbewegung, die auf sozialen Schutz vor den Aggressionen des Marktes und damit den Erhalt der Gesellschaft abzielt. Karl Polanyi hat diese Doppelbewegung herausgearbeitet und überzeugend dargestellt, dass es sich bei

Alle sechs großen Umweltverbände fordern: Ökologie und Soziales gehören zusammen

Nach der Wahl ist vor der Wahl? Die Bundestagswahl 2017 ist vorbei und es wird Zeit, den Blick weit über die neue Legislaturperiode hinaus in die Zukunft zu richten. Fachleute der sechs großen deutschen Umweltverbände BUND, NABU, Greenpeace, WWF, Deutscher Naturschutzring und NaturFreunde wurden schon zuvor in einer Interviewreihe des „Denkhaus(es) Bremen“ über

Nach dem Rechtsruck der BT-Wahl: Jetzt erst recht – für ein rot-rot-grünes Projekt!

Liebe MitstreiterInnen im Sozialökologischen Bündnis Plön und darüber hinaus! Von der gestrigen Bundestagswahl bleibt auch bei uns zunächst der Schrecken. Dabei war die Tendenz seit zwei Jahren deutlich. So zeichnete sich immer klarer das Rollback seitens des fossilistischen Imperiums ab. ABER: Was als Durchmarsch der Rechten erscheint, verweist genau besehen eher auf eine

Breites Klimabündnis empfiehlt: Grüne oder LINKE wählen!

„Gemeinsame Presseerklärung der Organisationen  Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V., Bayern Allianz für Atomausstieg und Klimaschutz, Freunde von Prokon e.V., Aktionsbündnis gegen die Süd-Ost-Trasse, Sonnenernte e.V. Ketsch, E-W-Nord, SolarLokal Kirchhorst, Mittelhessische Energiegenossenschaft, Regionalgruppe Mainz des Versöhnungsbundes, BürgerInnen Initiative Umweltschutz Uelzen, Solarverein Goldene Meile e. V., BI CO2-Endlager stoppen – Umwelt schützen, e.V.: Aufbruch statt Angst!  Mit

Vierzehn Tage vor der Bundestagswahl: Keine Stimme für CDU, FDP oder AfD!

Seit der letzten Bundestagswahl im September 2013 hat die schwarz-rote Bundesregierung die Energiewende in unverantwortlicher Weise abgebremst. Nachdem 71 Prozent der Befragten laut Emnid-Umfrage vom 1. August den Klimawandel für die größte Sorge der Deutschen erklärten, dürfte sich der Einbruch der SPD auf derzeit 21 Prozent – Tendenz weiter nach unten – auch

Sechzehn Tage vor der Bundestagswahl

Die Zeichen stehen auf Sturm. Nicht nur vor Floridas Küste, wo die nächsten Hurrikane sich anschicken, nach den vorgelagerten Inseln auch die USA zu verwüsten und Trump erneut zu belehren, dass der menschengemachte Klimawandel kein Fake ist. Angesichts der jüngsten klimawandelbedingten Bergstürze im Engadin fragen bereits manche Schwaben, wann denn endlich der Blick

G20-Nachlese: Selbsternannte Weltelite oder Hoffnung auf Entspannungspolitik?

Wem am Aufbau einer linken Gegenöffentlichkeit liegt, dem- oder derjenigen sollte „Weltnetz-TV“ mit seinen attraktiven linken TV-Beiträgen geläufig sein. Hier findet ein Austausch von z.T. gegensätzlichen Argumentationen statt, über die wir in den Mainstreammedien so gut wie nichts erfahren, z.B. über den widersprüchlichen Charakter des Hamburger G20-Gipfels: War es ein ebenso nutzloses wie

Bernie Sanders, Jesse F. Klaver, Jean-Luc Mélenchon und Jeremy Corbyn haben eines gemeinsam: sie begeistern die junge Generation

Um ihre Position bei den Brexit-Verhandlungen zu verbessern, ließ Englands Ministerpräsidentin May im April die Unterhauswahl auf den 8. Juni vorverlegen. Damals lagen die Tories haushoch (mit 23 Prozentpunkten) vor der Labour Party. Neusten Umfragen zufolge schmolz der satte Vorsprung auf magere fünf Prozent dahin (43% gegen 38%). Ist das vergleichbar mit dem Schulz-Effekt,

Klimapolitik ist Weltpolitik. Weltpolitik ist Klimapolitik

Der Tagesspiegel hat anscheinend die Wichtigkeit der Klimapolitik erkannt: Klimapolitik ist Weltpolitik. Weltpolitik ist Klimapolitik. Denn der Wandel im Energie- und Klimasektor hat Auswirkungen auf alle Bereiche von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Tsp.-Redakteur Kevin P. Hoffmann schreibt: „Was die Think-Tanks der Welt den G20-Chefs raten (…) Die Ideen der Gruppe der sogenannten T20