Sozialökologischer Gesellschaftsumbau

Sozialökologischer Gesellschaftsumbau ist mehr als nur der Versuch, ein neues Feld der politischen Auseinandersetzungen zu bespielen, etwa in Augenhöhe mit dem Wohnungs-, Gesundheits- oder Bildungswesen. Hier wird auch nicht „Ökologie“ der „sozialen Gerechtigkeit“ mechanisch gegenübergestellt und darüber gestritten, welchem von beiden der Vorrang gebührt. Es geht um einen UMBAU der Gesellschaft in ihrer

Vierzehn Tage vor der Bundestagswahl: Keine Stimme für CDU, FDP oder AfD!

Seit der letzten Bundestagswahl im September 2013 hat die schwarz-rote Bundesregierung die Energiewende in unverantwortlicher Weise abgebremst. Nachdem 71 Prozent der Befragten laut Emnid-Umfrage vom 1. August den Klimawandel für die größte Sorge der Deutschen erklärten, dürfte sich der Einbruch der SPD auf derzeit 21 Prozent – Tendenz weiter nach unten – auch

Sechzehn Tage vor der Bundestagswahl

Die Zeichen stehen auf Sturm. Nicht nur vor Floridas Küste, wo die nächsten Hurrikane sich anschicken, nach den vorgelagerten Inseln auch die USA zu verwüsten und Trump erneut zu belehren, dass der menschengemachte Klimawandel kein Fake ist. Angesichts der jüngsten klimawandelbedingten Bergstürze im Engadin fragen bereits manche Schwaben, wann denn endlich der Blick

G20-Nachlese: Selbsternannte Weltelite oder Hoffnung auf Entspannungspolitik?

Wem am Aufbau einer linken Gegenöffentlichkeit liegt, dem- oder derjenigen sollte „Weltnetz-TV“ mit seinen attraktiven linken TV-Beiträgen geläufig sein. Hier findet ein Austausch von z.T. gegensätzlichen Argumentationen statt, über die wir in den Mainstreammedien so gut wie nichts erfahren, z.B. über den widersprüchlichen Charakter des Hamburger G20-Gipfels: War es ein ebenso nutzloses wie

Bauen mit der Energiewende – der Film

Das sozialökologische Bündnis Plön wird sich ab September 2017 mit konkreten Projekten zur Eindämmung des Klimawandels auf kommunaler und regionaler Ebene beschäftigen. Ein Schwerpunkt wird es sein, Photovoltaik in die Städte zu holen: Die Sonne schickt bekanntlich keine Rechnung. Angesichts der stark gefallenen Preise für Solarstrom und Speicher lohnt es immer mehr, dass

Energiewende – Aussagen der Parteien zur Bundestagswahl 2017

Petra Hörstmann-Jungemann hat für den Solarenergieförderverein SFV die Aussagen aller relevanten Parteien zur Bundestagswahl 2017 zusammengestellt http://sfv.de/solarbr/pdf/Internet_Solarbrief2_173.pdf Ich habe diese Aussagen innerhalb der thematischen Komplexe erneut gegliedert, sodass ein unmittelbarer Vergleich der Parteien-Aussagen möglich ist: Klimaschutzstrategie: CDU/CSU:                                                                                                                                                                Die CDU/CSU will sich gemeinsam mit Frankreich und weiteren Ländern für das Klimaschutzabkommen von Paris einsetzen.

Die Krise der deutschen Autoindustrie als Chance nutzen

Angesichts des Diesel-Skandals deutscher Autobauer und des verantwortungslos laxen Umgangs der Bundesregierung, besonders des Verkehrsministers Dobrindt (CSU) mehreren sich mahnende Stimmen, die tiefe Krise der deutschen Automobilindustrie als Chance zu sehen.  Unten stehender Beitrag des Wirtschaftsgeographen Felix C. Müller vom Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung, den wir dem heutigen Tagesspiegel entnahmen, verdeutlicht im letzten Abschnitt, dass eine

G20 differenziert betrachten – Abrüstung und sozialökologischer Umbau bedingen sich

Angesichts des starken Wachstums der Schwellenländer verändert sich das Kräfteverhältnis zwischen den globalen Akteuren langsam aber stetig. Vor allem das Verhältnis zwischen den USA, der EU und der Volksrepublik China erfährt im Ringen um geopolitische Einflusszonen eine permanente Neujustierung. Sich zuspitzende globale Herausforderungen – Flüchtlingsströme, Peak Oil und weitere Ressourcenverknappungen – verleiten viele

Dieselabgase – Krankheit und Tod auf leisen Sohlen

Diesen Beitrag schickte uns unser Berliner Mitstreiter Dr. Detlef Bimboes. Auch Kiel zählt zu den 19 am stärksten durch Feinstaub belasteten deutschen Städten. Belastet werden vor allem Einkommensschwache; denn sie sind gezwungen, wegen der vergleichsweise etwas moderateren Mieten in den am stärksten kontaminierten  Gebieten zu leben. „CDU/AfD/FDP treten Gesundheit mit Füßen Umwelt- und Verkehrssenatorin Günther macht

Klimawandel erfordert Große Transformation zur klimaverträglichen Weltgesellschaft

Vorbemerkung: Am Sonntag, dem 16. Juli, hielt ich auf einer Tagung des Landesrats der Linkspartei Schleswig-Holsteins, dem höchsten Gremium zwischen den Landesparteitagen, einen Diskussionsbeitrag auf Grundlage des zuvor von mir ausgearbeiteten, unten stehenden Textes. Auf der Tagesordnung stand eine thematische Vorbereitung der nächsten Kommunalwahl am 6. Mai 2018. Zwar tauchte in diversen Diskussionsbeiträgen hin und wieder das

Was Wagenknecht zum deutschen Corbyn fehlt

Vorbemerkung: Dieser kritische Beitrag schließt nahtlos an meinen gestrigen Post an: „Lehre aus der Kieler Landtagswahl: Die LINKE sollte ihr eigenes Programm umsetzen“. Dr. Detlef Bimboes,  unser Berliner Mitstreiter, machte uns auf diesen Beitrag des Kabarettisten Florian Ernst Kirner (bekannt als „Prinz Chaos II.“) aufmerksam. Der unmittelbare Bezug erschließt sich aus diesem Textauszug: „Ähnlich war es

Lehre aus der Kieler Landtagswahl: Die LINKE sollte ihr eigenes Programm umsetzen

Am 19. Juni schrieben die beiden LandessprecherInnen der Linkspartei in Schleswig-Holstein einen Mitgliederbrief. In Vorbereitung auf die nächsten Wahlkämpfe – Bundestags- und Kommunalwahl – empfehlen sie den Mitgliedern, nunmehr mit verstärkter Kraft für den linken Markenkern „soziale Gerechtigkeit“ zu streiten und die Abgehängten aus ihrer Resignation herauszuholen, aber auch die Landesarbeitsgemeinschaften zu reaktivieren,

Bernie Sanders, Jesse F. Klaver, Jean-Luc Mélenchon und Jeremy Corbyn haben eines gemeinsam: sie begeistern die junge Generation

Um ihre Position bei den Brexit-Verhandlungen zu verbessern, ließ Englands Ministerpräsidentin May im April die Unterhauswahl auf den 8. Juni vorverlegen. Damals lagen die Tories haushoch (mit 23 Prozentpunkten) vor der Labour Party. Neusten Umfragen zufolge schmolz der satte Vorsprung auf magere fünf Prozent dahin (43% gegen 38%). Ist das vergleichbar mit dem Schulz-Effekt,