Klimawandel erfordert Große Transformation zur klimaverträglichen Weltgesellschaft

Vorbemerkung: Am Sonntag, dem 16. Juli, hielt ich auf einer Tagung des Landesrats der Linkspartei Schleswig-Holsteins, dem höchsten Gremium zwischen den Landesparteitagen, einen Diskussionsbeitrag auf Grundlage des zuvor von mir ausgearbeiteten, unten stehenden Textes. Auf der Tagesordnung stand eine thematische Vorbereitung der nächsten Kommunalwahl am 6. Mai 2018. Zwar tauchte in diversen Diskussionsbeiträgen hin und wieder das

Was Wagenknecht zum deutschen Corbyn fehlt

Vorbemerkung: Dieser kritische Beitrag schließt nahtlos an meinen gestrigen Post an: „Lehre aus der Kieler Landtagswahl: Die LINKE sollte ihr eigenes Programm umsetzen“. Dr. Detlef Bimboes,  unser Berliner Mitstreiter, machte uns auf diesen Beitrag des Kabarettisten Florian Ernst Kirner (bekannt als „Prinz Chaos II.“) aufmerksam. Der unmittelbare Bezug erschließt sich aus diesem Textauszug: „Ähnlich war es

Lehre aus der Kieler Landtagswahl: Die LINKE sollte ihr eigenes Programm umsetzen

Am 19. Juni schrieben die beiden LandessprecherInnen der Linkspartei in Schleswig-Holstein einen Mitgliederbrief. In Vorbereitung auf die nächsten Wahlkämpfe – Bundestags- und Kommunalwahl – empfehlen sie den Mitgliedern, nunmehr mit verstärkter Kraft für den linken Markenkern „soziale Gerechtigkeit“ zu streiten und die Abgehängten aus ihrer Resignation herauszuholen, aber auch die Landesarbeitsgemeinschaften zu reaktivieren,

Bernie Sanders, Jesse F. Klaver, Jean-Luc Mélenchon und Jeremy Corbyn haben eines gemeinsam: sie begeistern die junge Generation

Um ihre Position bei den Brexit-Verhandlungen zu verbessern, ließ Englands Ministerpräsidentin May im April die Unterhauswahl auf den 8. Juni vorverlegen. Damals lagen die Tories haushoch (mit 23 Prozentpunkten) vor der Labour Party. Neusten Umfragen zufolge schmolz der satte Vorsprung auf magere fünf Prozent dahin (43% gegen 38%). Ist das vergleichbar mit dem Schulz-Effekt,

Klimapolitik ist Weltpolitik. Weltpolitik ist Klimapolitik

Der Tagesspiegel hat anscheinend die Wichtigkeit der Klimapolitik erkannt: Klimapolitik ist Weltpolitik. Weltpolitik ist Klimapolitik. Denn der Wandel im Energie- und Klimasektor hat Auswirkungen auf alle Bereiche von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Tsp.-Redakteur Kevin P. Hoffmann schreibt: „Was die Think-Tanks der Welt den G20-Chefs raten (…) Die Ideen der Gruppe der sogenannten T20

„T-20“: Führende Think Tanks bereiten den Hamburger G 20-Gipfel vor

Das markante Gebäude am Berliner Schlossplatz mit dem Balkon des einstigen Schlosses über dem Haupteingang, auf dem Karl Liebknecht am 9. November 1918 die sozialistische Republik ausgerufen hatte, war Sitz des DDR-Staatsrats und der Bundesregierung (1999-2001). Heute beherbergt es die European School of Management and Technology. Damit die soziale Auslese funktioniert, müssen – im

Digitalisierung und sozialökologischer Umbau: Warum brauchen wir Visionen?

Ausnahmslos alle in Bundestag und Länderparlamenten vertretenen Parteien haben leider keine Zukunftsvisionen, sondern arbeiten sich an kleinteiligen Themen ab. Bei der letzten Bundestagswahl 2013 ging es nicht um die großen gesellschaftlichen Umbrüche, innerhalb deren wir uns längst befinden – weder um die digitale Revolution, die einen gigantischen Verlust von Arbeitsplätzen zur Folge haben wird, noch

E-Mobilität kommt rascher als gedacht

Der frühere Leiter des Solarforschungsinstituts Fraunhofer ISE, Eicke Weber, schreibt im Tagesspiegel, warum er der deutschen Autoindustrie rät, sich schnell auf die neue Mobilität einzustellen. Von Eicke Weber „Eine große Sorge geht um in Deutschland, wird aber selten offen angesprochen: Die Sorge um einen wesentlichen Pfeiler der deutschen Wirtschaft, unsere Automobilindustrie. Noch vor wenigen

Sozialökologie ist das Zukunftsfeld der Linken

Grüne werden wahrgenommen als Ökologen. Das Zukunftsfeld der Linken ist die Sozialökologie. Es geht um Arbeitsplätze in vielen Genossenschaften und weiteren kleinen und mittelständischen Unternehmen bei guten Löhnen in sozialer Sicherheit: Beim Aufbau und Betreiben von Windrädern und Photovoltaik, bei Stromspeichern und Trassen, beim Betrieb von Stromtankstellen. Es geht um Gesundheit und Lebensqualität

Zur Insolvenz von Solarworld – das Heucheln der Pharisäer

Seit dem „voreiligen und wirtschaftspolitisch völlig unsinnigen Rückzug aus der Solarförderung“ (Claudia Kemfert) zu Jahresbeginn 2012 durch die damalige schwarz-gelbe Bundesregierung gingen deutsche Solarunternehmen reihenweise Pleite. Nach jahrelanger Agonie hat es jetzt auch Solarworld getroffen.  Doch das liegt auch an hausgemachten Fehlern. Dazu ein sachkundiger Artikel, entnommen „PV-Magazine“: https://www.pv-magazine.de/2017/05/12/kein-grund-zum-feiern/ Herausstreichen möchte ich diese kritische Bemerkung: Solarworlds Geschäftsführer „Asbeck

Erwiderung zu Prof. Brandt: Wir wollen die allgemeine Lebensqualität auch bei der Elektro-Mobilität steigern

Hier ist die Antwort von Hansjürgen Schulze vom Sozialökologischen Bündnis Plön zum Beitrag von Prof. Götz Brandt: „Wolfgang Harich sprach in seinem Buch von 1975 („Kommunismus ohne Wachstum?“) vielen zurzeit aktiven Mitgliedern der Ökologischen Plattform bei der Linkspartei aus dem Herzen: „Von dem PKW in Privatbesitz glaube ich, daß er über kurz oder